HSF System und der CO₂-Fußabdruck
Die internationale Baugruppe HSF System, Teil der PURPOSIA Group, betrachtet ESG-Prinzipien seit langem als natürlichen Bestandteil ihrer Geschäftstätigkeit. Im Jahr 2024 unternahm die Gruppe weitere Schritte zur Reduzierung ihrer Umweltauswirkungen, präzisierte die Berechnung des CO₂-Fußabdrucks und weitete Maßnahmen im Bereich der Energieeffizienz und des zirkulären Bauens aus.
In der Tschechischen Republik erreichte der CO₂-Fußabdruck von HSF System einen Wert von 164,58 tCO₂ pro Mitarbeiter. Dies entspricht einem Rückgang von 54 % gegenüber dem Jahr 2023. Die Schwestergesellschaft HSF System SK, welche die Daten zum ersten Mal analysierte, wies einen Wert von 177,09 tCO₂ pro Mitarbeiter aus. Die Berechnung wurde von den Unternehmen Green0meter und ČSOB Advisory nach dem internationalen GHG Protocol Standard durchgeführt. „Unserer Meinung nach ist eine Gesetzgebung erforderlich, die Investoren und Bauunternehmen zu nachhaltigeren Lösungen und zur Senkung des CO₂-Fußabdrucks von Gebäuden über deren gesamten Lebenszyklus hinweg motiviert, nicht nur während des Betriebs. Wichtig ist auch die Festlegung klarer Methodiken für die Lebenszyklusanalyse von Gebäuden (LCA) und ein Unterstützungssystem für Projekte, die diese Prinzipien in der Praxis anwenden“, führt Petra Cichoňová, ESG-Managerin der Baugruppe HSF System, an.
Im Jahr 2024 konzentrierte sich die Baugruppe HSF System auf die Verbesserung der Erfassung und Strukturierung von ESG-Daten, was zu einem hochwertigeren ESG-Reporting führte. Zu den wesentlichen Schritten im Bereich der Emissionssenkung gehörten die Installation einer Photovoltaikanlage am Standort Ostrava und die Anschaffung der ersten Elektroautos für den Firmenfuhrpark. Die Gruppe intensivierte zudem die Zusammenarbeit mit ihrem Abfallentsorger, um Prozesse zu optimieren und Abfallmengen zu minimieren. Im Rahmen der Stärkung der Verantwortung in der Lieferkette führte HSF System einen Verhaltenskodex für Lieferanten ein. „Wir bemühen uns, dass unser Geschäft langfristig nachhaltig ist. Wir tun dies nicht, weil wir müssen, sondern weil es für uns Sinn ergibt. Wir reporten ESG freiwillig, die Photovoltaikanlage auf dem Dach unseres Sitzes in Ostrava deckt bereits heute ein Drittel unseres Verbrauchs, wir untersuchen zirkuläre Prinzipien im Bauwesen, senken den CO₂-Fußabdruck und suchen nach weiteren Wegen, um mit geringeren Auswirkungen auf die Umwelt zu bauen“, sagt Tomáš Kosa, Geschäftsführer der Baugruppe HSF System.
Als Generalunternehmer berücksichtigt HSF System die Prinzipien der Nachhaltigkeit in allen Phasen des Gebäudelebenszyklus. In der Planungsphase liegt der Fokus auf effizientem Tragwerksentwurf und optimalem Materialeinsatz. Dank der Digitalisierung kann präziser geplant und damit Materialüberschuss und Abfall reduziert werden. Großes Potenzial sieht die Gruppe auch im modularen Bauen und in der Vorfertigung, welche den Bauprozess effizienter gestalten und die Umweltauswirkungen senken. „Wir beteiligen uns auch aktiv an Brancheninitiativen. Wir sind Mitglied einer Expertengruppe im Verband der Bauunternehmer, in der wir an der Erstellung der ESG-Methodik für das Bauwesen mitwirken“, ergänzt Petra Cichoňová, die zudem Botschafterin der Kampagne #BuildingLife unter der Schirmherrschaft des tschechischen Rates für nachhaltiges Bauen (Česká rada pro šetrné budovy) wird, dem HSF System ebenfalls angehört.
Die Baugruppe HSF System kooperiert bei der Entwicklung des 3D-Betondrucks. Gemeinsam mit der VŠB – Technischen Universität Ostrava überwachte sie die Spannung in fugenlosen Böden, die zu nachhaltigerem Bauen beitragen. An der Universität Žilina in Žilina lief ein Forschungsprojekt zur Energieeffizienz von Gebäuden. Für das Jahr 2025 erhielt die Baugruppe HSF System von der Gesellschaft Deloitte die Auszeichnung als Best Managed Company in Tschechien und der Slowakei.